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Wie man Lecks in hydraulischen und pneumatischen Systemen versiegelt

Selbst kleinste Undichtigkeiten in Hydraulik- und Pneumatiksystemen können entsetzliche Schäden verursachen. Daher ist ein angemessener Schutz vor diesem potentiellen Problem für die Hersteller von Fluidtechnik von höchster Priorität. Hochleistungs-Kleb- und Dichtstoffe sind hier der Schlüssel zum Erfolg, der Effizienz und Kostenstruktur bei der Herstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten wie Pumpen, Kompressoren, Zylindern und Ventilen enorm steigert.

Ob für Gewinde-, Gewindedichtungs-, Strukturhaftungs-, Halte-, Reinigungs- oder Metallvorbehandlungsanwendungen, Fluidtechnik-OEMs können auf eine Vielzahl von Lösungen zurückgreifen.

Zum Beispiel kann die 100-Leckagesicherheit durch Hochleistungs-Anaerob-Gewindesicherung, Gewindeabdichtung, Rückhaltung und Dichtung gewährleistet werden. In ähnlicher Weise werden niedrigere Kosten einfach dadurch nachgewiesen, dass preiswerte Flüssigkeits-Fadensperrvorrichtungen mit mechanischen Befestigungselementen und Flüssigkeitsdichtungen mit O-Ringen verglichen werden. Ein weiterer klarer Marktbedarf besteht in leichteren und damit energieeffizienteren Systemen, bei denen die Verwendung von Strukturklebstoffen Schweißnähte ersetzen und Leichtbaukonstruktionen liefern kann.

Die Vorteile solcher Produkte in hydraulischen und pneumatischen Anwendungen sind vielfältig und umfassen nicht nur Verriegelungs- und Dichtfunktionen, sondern auch Kompensation von Relativbewegungen und Stoßbelastungen, Korrosionsschutz, erhöhte Lastübertragung, strukturelle Integrität und gleichmäßige Spannungsverteilung.

Das Kleben und Dichten bietet außerdem einen geringeren Bestand an mechanischen Befestigungselementen und eine gesteigerte Gestaltungsfreiheit, während das Potenzial für ein vollautomatisches Dispensieren eine kosteneffektive und schnelle Produktion ermöglicht.

Um ein Anwendungsbeispiel zu geben, betrachten Sie eine Hydraulikpumpe. Hier finden sich eine Reihe von Schraubensicherungsaufgaben an den Zentrier- und Flanschschrauben (im Gehäuse) sowie die Verwendung von Halteverbindungen für Passfedernut zu Welle und Innenlagerring zu Welle. Fluidkraft-OEMs können auch von der Verwendung von Flüssigdichtungen an der hinteren Flansch-Gehäuse-Verbindung profitieren, wobei die Radialwellendichtung in das Gehäuse geklebt wird und die Auslass- / Einlassverbindungen und -stecker mit Gewinde abgedichtet werden.

Ein Hydraulikzylinder hat vielleicht noch mehr potentielle Anwendungen zum Gewindeabdichten (Öleinlass- / Auslassanschlüsse, Lauf zu Kappenende), Halten (ölimprägnierte Bronzebuchsen), Gewindesicherung (Kugelkopf zu Stangenende, Kolben zu Kolbenstange, Kappe Endkopf, Kopfende), Verklebung (Typenschild) und Dichtung (Endkappe, Endkappe). Es besteht auch die Möglichkeit, Metallvorbehandlungslösungen für den Stabendkopf, den Kappenendkopf und das hintere kugelförmige Gehäuse zu nutzen.

Weitere Anwendungsbeispiele sind Ventilblöcke, Absperrventile, Durchflussregelventile, Wegeventile, Druckluft-Schraubenkompressoren, Schlauchverbinder, Sensoren, Ölfilter, Lufttrockner, Wasser / Öl-Abflüsse, Druckbehälter und Rohre, um nur einige zu nennen.

Zu den fortschrittlichen Produktlösungen von Henkel zählen die Rückhaltemassen, die aus mehreren Gründen in der Fluidtechnik Anwendung finden. Zum Beispiel bieten sie eine hohe Lastübertragung und verhindern Reibung, Korrosion und Mikrobewegungen. Sie sind außerdem vibrations- und stoßfest und geben dem Konstrukteur die Möglichkeit, mechanische Befestigungsmittel zu eliminieren (wodurch Kosten gespart werden) und statt Passungen Schlupffassungen zu verwenden.

Ein Beispiel für die Vorteile ist zu sehen, wenn ein Lager in einem typischen Gehäuse von Hydraulikpumpen und Kompressoren gehalten wird. Hier kann durch den Einsatz von LOCTITE® 603 auf eine Presspassung verzichtet werden, die bisweilen zu Gehäuse- rissen und Getriebeschäden führt. Infolgedessen ist es möglich, Bearbeitungstoleranzen zu lockern und einen zuverlässigen Betriebslebenszyklus zu liefern.

Wenn es um Flüssigdichtungen geht, sind die Vorteile gegenüber herkömmlichen Volldichtungen reichlich vorhanden. Zum Beispiel gibt es keine Entspannung und Kriechen der Dichtung und keine Oberflächenunregelmäßigkeiten, um die man sich sorgen muss. Außerdem gibt es keine Verschiebung der Dichtung und keine Verbiegung oder Verformung des Flansches. Die Flüssigdichtung bietet einen 100% Metall-Metall-Kontakt und gewährleistet somit keine Leckage.

Bei einem Vergleich zwischen O-Ringen und Flüssigdichtungen wird die Kostenreduzierung pro Einheit (Verbindungsflansche in Elektromotoren) unter Berücksichtigung aller Bearbeitungs-, Montage- und Materialkosten auf € 6.80 geschätzt. Bei einem typischen OEM, der 50,000-Elektromotoren pro Jahr produziert, bedeutet dies eine beeindruckende jährliche Einsparung von € 340,000.

In einem Fallbeispiel ersetzte der Einsatz von LOCTITE® 5188 O-Ringe auf einer Rückabdeckung gegen Pumpengehäuse in Deutschland. Die Flüssigdichtung überstand erfolgreich Betriebslasten ohne Lecks während der Produktlebensdauer und führte zu zahlreichen Kosteneinsparungen für den Kunden, einschließlich Reduzierungen bei der Bearbeitung, der O-Ring-Lagerhaltung und der Montage.

Auch in der Fluidtechnik werden die Thread-Lockers immer beliebter. Diese innovativen Klebstoffe füllen alle Hohlräume in einem Gewinde, um eine relative Bewegung und Lockerung durch Vibration zu verhindern. Sie verriegeln und dämmen gleichzeitig und verhindern Korrosion.

Die Verwendung des LOCTITE® 243-Gewindeschließers für eine Familie von Schnellverschlusskupplungen, die in Schweden hergestellt wurden, half dabei, das Kupplungsgewinde mit maximaler Zuverlässigkeit zu verriegeln und abzudichten, während die Ingenieure die Kupplung bei Bedarf weiterhin für Wartungsarbeiten öffnen konnten.

Spezielle Fadenabdichtungen dichten gegen aggressive oder unter hohem Druck stehende Flüssigkeiten ab. LOCTITE® 577 kam in einem Fallbeispiel für hydraulische Armaturen einem Taiwan-Spritzgießmaschinenhersteller zu Hilfe, der durch den Einsatz von PTFE-Band undicht war. Ein Kursfadenversiegler wurde benötigt, um Öldrücke von bis zu 10,000 psi (690 bar) abzudichten. Mit LOCTITE® 577 wurde eine positive Abdichtung erreicht, um ein Lösen durch Hitze und / oder Vibration zu verhindern.

Neben Haftung und Abdichtung bietet Henkel auch Lösungen zum Reinigen, Schützen und Dosieren in der Fluidtechnik. Hochwirksame LOCTITE®-Reiniger auf Wasser- und Lösemittelbasis sorgen dafür, dass Öle, Fette, Flüssigschmierstoffe und andere störende Rückstände zuverlässig entfernt werden können, bevor Kleb- und Dichtstoffe aufgetragen werden.

Metallvorbehandlung und Konversionsbeschichtung sind ebenso wichtig wie eine gründliche Reinigung. Die funktionalen Beschichtungen unter der Marke BONDERITE® von Henkel erhöhen die Korrosionsbeständigkeit und tragen dazu bei, Produktionsprozesse effizienter und kostengünstiger zu gestalten.

Fazit: Ob es sich um zuverlässigere, sauberere, energieeffizientere, leisere oder kostengünstigere Systeme handelt, mit dem Henkel-Portfolio können Fluidtechnik-Hersteller die wachsenden Anforderungen des Marktes effektiv bedienen.

Prozessindustrie Informer

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